3. Getroffen in Kapstadt: Der Schatzjäger Helmut Thomsen

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Helmut Thomsen am Strand in der False Bucht bei Kapstadt

Helmut Thomsen lebt abwechselnd in Hamburg und in Kapstadt. Er hat Gerd Cordes in Südafrika begleitet und Kontakte zur Industrie hergestellt. Auch Thomsen hat ein besonderes Hobby. Er sammelt historische Flaschen! In der oben gezeigten „False Bay“, einer Bucht bei Kapstadt, sind schon sehr viele Schiffe wegen der heftigen Stürme und der Untiefen gesunken. Thomsen beschäftigt sich seit langem mit den Wracks von zwei englischen Frachtschiffen, die vor über 200 Jahren gesunken sind. Die Ladung der im Jahr 1778 gesunkenen „Colebrooke“ wurde bereits 1998 von Tauchern geborgen. Viele Flaschen mit südafrikanischem Wein wurden vom Meeresgrund hochgeholt. Demnächst soll die Ladung des zweiten Wracks geborgen werden. Die Laderäume des zweiten Schiffes waren u. a. mit Porzellan aus China gefüllt. Es ist heute sehr wertvoll. Auf dem rechten Bild hält Helmut Thomsen eine der geborgenen Flaschen aus der „Colebrook“ in der Hand: Es ist das „Südafrika-Erinnerungs-Geschenk“ für Gerd Cordes.

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Die Ladung der „Colebrooke“ auf dem Grund der Bucht vor Kapstadt. Ein abfotografiertes Bild aus der Dokumentation von Helmut Thomsen. Kurz vor der Bergung im Jahr 1998: Einer der Taucher hatte auf dem Meeresgrund von der Ladung der „Colebrooke“ Fotos gemacht. Der Schiffsrumpf und die Holzkisten sind ebenso verschwunden wie die Etiketten der Weinflaschen. Erstaunlicherweise sind die Seile immer noch gut erhalten.

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Helmut Thomsen und seine Freunde haben mehrere Weinflaschen aus der „Colebrooke“ vom Meeresgrund geholt. Damit sich der Korken beim Rückflug im Koffer nicht löst, hat Thomsen ihn zusätzlich mit Klebeband gesichert. Noch ist die Flasche fast voll. Ob der Wein noch genießbar ist, wird Gerd Cordes wohl nicht herausfinden. Die Flasche soll nicht geöffnet werden.

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Zu der Weinflasche gibt es ein Echtheits-Zertifikat mit Informationen zur „Colebrooke“ und auch zu der Ladung. Die Havarie mit einem Unterwasserfelsen endete für einen Teil der Besatzung tragisch. Insgesamt sieben englische Matrosen waren beim Versuch an Land zu schwimmen ertrunken. Vielleicht sind Sie auch den Haien zum Opfer gefallen. In der Gegend rund um Kapstadt gibt es sehr viele Weiße Haie. Sie gelten als angriffslustig. Nicht selten kommt es auch vor, dass die Weißen Haie im Wasser schwimmende Menschen mit ihrer Lieblingsnahrung, mit den hier ebenfalls häufigen Robben, verwechseln.

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Eine Erklärungstafel für Touristen mit einer Karte. Jeder schwarze Punkt an der Küste ist ein gesunkenes Schiff. Wegen der Unterwasserfelsen und der schweren Stürme ist das Meer rund im das Kap ein riesiger Schiffsfriedhof.

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Helmut Thomson vor einer Vitrine mit Wein-Flaschen im weltberühmten Weingut „Klein Constantia“ bei Kapstadt. Zusammen mit Gerd Cordes war er hier zur Weinprobe. Die Flaschen in der Vitrine stammen aus der Zeit der „Colebrooke“. Damit sich die Weine länger halten und exportiert werden können, waren sie damals übrigens recht süß.
Schon vor über 200 Jahren war Südafrika in der ganzen Welt für seine hervorragenden Weine bekannt. Selbst Napoleon Bonaparte war ein großer Freund der süßen Weine aus Südafrika. Er war ein regelrechter „Fan“! Er zog ihn sogar den Weinen aus Frankreich vor. Während seiner Zeit in der Verbannung auf der Atlantikinsel St. Helena ließ er sich regelmäßig große Mengen aus Kapstadt anliefern.

Der Legende nach konsumierte er auf St. Helena jeden Tag eine Flasche! Der Wein aus „Klein Constantia“ war angeblich im Jahr 1821 auch sein „Sterbetrunk“. Vor einigen Jahren wurden einige Reben der alten Weinsorten in Kapstadt wiederentdeckt. Die produzierten Mengen waren schnell ausverkauft. Sie erzielten hohe Verkaufspreise.

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