Vorsprung durch Forschung: Erst testen, dann verkaufen

Obwohl es an dieser Stelle eigentlich um Produkte geht, wollen wir noch ein paar Worte zu unserer Firmenphilosophie und zu den von uns durchgeführten Tests verlieren.

     
Der Fiat 850 Spider mit in dem achtziger Jahren alles begann und einige Testbleche und Testrahmen in unserem Ausstellungsraum.

Der weiße Kasten im rechten Bild gehört zu einem großen Rostschutzmitteltest, den Gerd Cordes 1998 für die Zeitschrift “Auto Bild” konzipiert und durchgeführt hat. Vor dem Kasten auf dem Boden liegen gestapelt einige Testbleche des TV-Verbrauchermagazins “ARD Ratgeber Technik”. Bei diesem Langzeittest für die renommierte TV-Sendung ging es um Rostschutz-Grundierungen und Rostschutz-Lacke. Gerd Cordes hatte den Test von 1999 bis 2001 am “Institut für Korrosionsschutz” in Dresden durchgeführt.
Die an den Container gelehnten bunten Testrahmen gehören zu neueren Tests, die von uns seit 2011 in Zusammenarbeit mit der “HAW”, der Hochschule für angewandte Wissenschaften (früher “Fachhochschule Hamburg”) und mit dem “Germanischen Lloyd” durchführt werden.

Bevor eines unser neu entwickelten Produkte in der TimeMAX-Werkstatt eingesetzt oder zum Verkauf angeboten wird, muss es sehr umfangreiche Tests bestehen. Eine “befriedigende” oder “gute” Bewertung reicht uns hier nicht. Unsere selbst entwickelten Produkte werden erst eingesetzt, wenn sie über jeden Zweifel erhaben sind und mit “sehr gut” abschneiden.

Für die Verarbeitung braucht man nicht viel: Im Bild unser Universalmaterial TimeMAX 2000
(1 und 5 Liter Dose), eine Induktionskochplatte mit einem hierfür geeigneten Topf und eine Druckbecher-Pistole vom Hesteller Vaupel. Mit dabei: Eine Hakendüse für den Unterboden und eine Nebeldüse für die Behandlung von Hohlräumen.

Lösemittelfreie Rostschutzprodukte auf Fettbasis sind im kalten Zustand fest. Um sie in Auto-Hohlräumen verarbeiten zu können, müssen sie auf rund 100 Grad erwärmt werden. Bei der Erwärmung setzen wir auf handelsübliche Technik, die man überall günstig kaufen kann. Im Bild: Eine einfache Induktionskochplatte aus dem Supermarkt. Sie werden ab rund 50 Euro verkauft. Der Preis eines induktionsgeeigneten kleinen Edelstahltopfes beginnt bei 25 Euro und ist vom Fassungsvolumen abhängig. Zum Umfüllen in den Behälter der Druckbecher-Pistole braucht man lediglich einen Trichter. Lange Rede – kurzer Sinn: Diese Produkte müssen Sie nicht über uns beziehen, sie können überall kaufen!

     
Vorteil einer Induktionskochplatte: Am Gerät kann die Wunsch-Temperatur des Topfinhalts einfach eingestellt werden. Die besten Erfahrungen haben wir mit leistungsstarken 2000 Watt-Modellen gemacht. 

Noch eine Anmerkung zu den Induktionstöpfen: Bei uns in der Werkstatt werden zeitgleich immer mehrere Fahrzeuge konserviert. Aus diesem Grund muss immer eine recht große Fettmenge warm gehalten werden. Damit es schneller geht, setzen wir recht große 30 Liter-Töpfe mit inegriertem Ablasshahn ein. Wenn man täglich mit der Technik arbeitet, vereinfacht ein Ablasshahn die Arbeit sehr und verringert das Risiko, sich mit heißen Fettspritzern zu verbrühen. Egal, wie das Fett heiß gemacht wird, wir empfehlen geeignete Schutzkleidung und Lederhandschuhe!
Wer nach Induktionstöpfen mit Ablasshahn sucht, kann z. B. bei ebay das Suchwort “Kartoffelkocher” eingeben.

Die meisten Kunden setzen auf unser Universalmaterial TimeMAX 2000 Protect

Bei den unteren Hohlräumen am Wagen, d. h. bei Hohlräumen, die nicht von der Sonne erwärmt werden und bei stark angerosteten Hohlräumen nehmen wir TimeMAX 1000 Speed. Das festere Material TimeMAX 3000 Cover wird bei uns relativ selten eingesetzt,meist bei Hohlräumen in Auspuffnähe. Für die die Hohlräume eines kleinen PKW (z. B. Alfa Romeo Spider) werden rund 5 Liter TimeMAX-Korrosionsschutzfett benötigt. Bei großen Limousinen ist von einem Verbrauch von rund 10 Litern auszugehen. Lieferbare Gebindegrößen: 1 Liter Dose, 5 Liter Dose und 25 Liter Blecheimer.

Die wesentlichen Vorteile unseres Systems gegenüber anderen Korrosionsschutzfetten sind zum Einen die extreme Kriechfähigkeit und zum Anderen die besonders gute Haftung im Hohlraum. Seit einer weiteren Verbesserung der Rezeptur im Jahr 2006 ist die Haftung mittlerweile sogar so gut, dass das von Fetten bekannte Abtropfen im Sommer stark vermindert werden konnte.

In der Werkstatt und beim Hobby-Einsatz hat das TimeMAX-System mit unterschiedlichen Viskositäten den Vorteil, dass die Behandlung an den Verrostungsgrad des Wagens angepasst werden kann. Nach den sehr positiven Erfahrungen beim Testsieg von Oldtimer Markt, setzen wir TimeMAX 2000 Protect zumeist “solo” ein. An einigen bestimmten Stellen, z. B. an den Schwellerenden vorne und hinten, verwenden wir sicherheitshalber jedoch zwei Schichten TimeMAX 2000 Protect. Falls Sie Ihnen das alles zu kompliziert erscheint, sollten Sie sich jetzt nicht stressen lassen: Rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne!

Bei stark angerosteten Hohlräumen und bei auf dem Boden liegendem Blattrost im Hohlraum kommt TimeMAX 1000 Speed zum Einsatz. Dieses Material hat gegenüber 2000 Protect eine nochmals erhöhte Kriechfähigkeit. Es hat die Aufgabe, Straßenschmutz und verdichteten Dreck auf dem Boden des Hohlraums sicher zu durchdringen.

Unser festeres Material TimeMAX 3000 wird z. B. als “Reserveklecks” oben in Radhaus-Hohlräumen und in Auspuffnähe eingesetzt.

Schichtdickenempfehlung und Mehrschichtaufbau

Für perfekte Ergebnisse sind Schichtdicken von 1 bis 1,5 Millimeter erforderlich. Bei rostigem Untergrund wird jedoch empfohlen, mindestens zwei Schichten aufzutragen. Hier empfehlen wir dann eine Schichtdicke von 1,5  bis maximal 2 Millimeter. Diese Empfehlung ist unabhängig davon, welche Fett-Produkte verwendet werden.