Von der Karosserie-Diagnose zum Kostenvoranschlag

Fangen wir am besten mit dem Begriff “Rostschutzbehandlung” an. Eine einheitliche Begriffsdefinition gibt es nicht. Hier hat jeder so seine eigenen Vorstellungen. Bei dem, was man umgangssprachlich unter einer Rostschutzbehandlung oder einer Hohlraumkonservierung versteht, handelt es sich oft um eine schnell erledigte Aufgabe. Um Zeit zu sparen werden einfache Produkte verwendet. Selten dauert die Arbeit länger als ein paar Stunden. Auch das gründliche Reinigen des Unterbodens vor dem Beginn der Arbeiten ist nicht selbstverständlich. Längst nicht jede Werkstatt hat einen leistungsstarken Hochdruckreiniger oder gar eine Trockeneis-Strahlanlage, um den Unterboden zu reinigen. Eine gründliche Untersuchung der Hohlräume mit einem hochwertigen Endoskop fällt in den meisten Fällen ebenso aus. Um das zeitintensive Demontieren der Verkleidungen zu umgehen, werden stattdessen oft unzählige Löcher in die Karosserie gebohrt.

 

Das Lebensverlängerungs-Programm für Fahrzeuge

Bei uns ist das anders. Wie der Name TimeMAX (“Zeitmaximierung”) schon sagt, geht es bei uns darum, die Nutzungszeit des Fahrzeuges maximal zu verlängern. Die “Zeitmaximierung” ist bei uns ein wesentlicher Grundsatz und fest in der Firmenphilosophie verankert. Herangehensweise und Arbeitsaufwand sind mit dem, was andere anbieten, nur schwer vergleichbar. Bei uns geht es um die Hohlräume, den Unterboden und auch den Rest des Fahrzeuges: Es geht um das Fahrzeug “als Ganzes”!

Für ein auf den Zustand des Fahrzeuges abgestimmtes bestmögliches Ergebnis nach unserem Standard sind umfangreiche Montage- und Zusatzarbeiten nötig. Innenverkleidungen und einige Elemente des Interieurs werden fast immer demontiert. Und ganz nebenbei schmieren wir vor dem Zusammenbau einer Tür wenn nötig auch die Mechanik der Fensterheber neu ab. Dass wir beschädigte Abdichtungsfolien in den Türen dann ebenfalls nicht einfach so wieder einbauen, versteht sich bei uns von selbst.

Jaguar 420
Autos, wollt ihr wenig leben? Beim TimeMAX-System geht es nicht nur um den Schutz einiger weniger Hohlräume, die gut erreichbar sind, es geht um das Fahrzeug “als Ganzes”. Dieser Jaguar 420 G von 1969 wird nicht nur von innen, sondern auch von unten geschützt.

 

Langzeitschutz dauert!

Zuerst muss geklärt werden, in welchem Zustand der Wagen ist. Bei älteren Fahrzeugen sollte man deshalb auf jeden Fall zunächst eine “Erste Diagnose” durchführen und das Fahrzeug untersuchen lassen. Im Kapitel “Rostschutz” auf TimeMAX.de wird der Ablauf einer solchen Untersuchung erklärt.

Hier der Link.
http://www.timemax.de/timemax-rostschutz/die-erste-diagnose

Auch im Kapitel “Medienecho” findet sich hierzu ein interessanter Artikel. Er stammt aus der Zeitschrift “Offroad” und heißt “Verdeckter Rost”. Hier geht es um das Thema Autokauf. In dem umfangreichen und ausführlich bebilderten Artikel werden die standardisierten Abläufe der “Ersten Diagnose” bei TimeMAX erklärt.

Hier der Link.
http://www.timemax.de/unternehmen/medienecho

Vor der Erstellung eines Angebotes ist auch bei neuen Fahrzeugen eine Diagnose auf der Hebebühne oft unerlässlich. Hier ist es unter anderem wichtig, zu prüfen, wie viele Verkleidungen z. B. am Unterboden entfernt werden müssen. Wussten Sie z. B., dass ein neuer VW Bus T5 am Unterboden rund 25 Verkleidungen hat? Bis auf zwei oder drei Wärmeschutzbleche über der Abgasanlage, werden bei TimeMAX alle demontiert.

Um zu entscheiden, welches Material am Unterboden eingesetzt wird, muss auch geprüft werden, ob im Werk am Unterboden bereits Wachs aufgebracht wurde. Hier kann es dann durchaus Sinn machen, für den TimeMAX-Langzeitschutz ebenfalls ein Wachsprodukt einzusetzen. TimeMAX COLOR kann in diesem Fall nicht angewendet werden, weil es auf Wachs nicht haftet. Das Material basiert auf einem alten Schiffsfarbenrezept. Ein sauberer, sowie fett- und wachsfreier Untergrund ist deshalb Pflicht.

 

Gemeinsam absprechen: Welches Ziel hat die Behandlung?

Eine der ersten Fragen unseres Meisters bei einer “Ersten Diagnose” hört sich meist so an: “Was haben Sie mit dem Wagen vor, soll das Fahrzeug fünf, zehn oder sogar zwanzig Jahre länger halten?”

Weil die Kunden unterschiedliche Ansprüche haben, rechnet der Meister nach der “Ersten Diagnose” fast immer mehrere Möglichkeiten aus. Entscheidend für die Gesamtkosten sind hauptsächlich die am Kunden-Fahrzeug geleisteten Arbeitsstunden. Die Kosten für die Materialien fallen bei der Kostenplanung weniger ins Gewicht. Wichtig zu wissen: Egal, für welche Variation sich die Kunden entscheiden: Unser Standard wird immer eingehalten. Eine nochmalige Untersuchung des Fahrzeuges in der Werkstatt und eine “Hohlraum-Recherche” gehören dazu. Auch die Fotodokumentation der einzelnen Arbeitsschritte wird selbstverständlich durchgeführt.

Fast immer sind es dann insgesamt drei verschiedene Behandlungspläne, die mit dem Kunden zusammen durchgerechnet werden:

 

Möglichkeit 1: Die einfache Behandlung ohne große Vor- und Demontagearbeiten

Bei diesem Programm wird meist nur mit Rostschutz-Fetten gearbeitet. Eine Flächenschutzbehandlung am Unterboden (siehe „Möglichkeit 2“) gibt es hier nicht.

Die empfindlichen Stellen am Unterboden werden aber mit Rostschutz-Fett geschützt. Wir nennen diesen Auftrag am Unterboden “Kantenschutz”.

Um Arbeitszeit zu sparen, werden bei diesem Programm nur wenige Verkleidungen demontiert.
Bei einer mittelgroßen viertürigen Limousine dauern die Arbeiten meist knapp drei Tage. Drei Tage Arbeit bedeuten beispielsweise 24 Stunden mal 85,- Euro netto. Inklusive etwa 300,- Euro netto für die Rostschutzmaterialien entstehen so insgesamt Kosten von rund 2340,- Euro netto. Zusammen mit der Mehrwertsteuer (19%) kommt bei einer viertürigen Mittelklasselimousine dann ein Gesamtbetrag von rund 2785,- Euro brutto heraus. Bitte beachten: Reinigungsarbeiten am Unterboden und auch die Beseitigung von Rostschäden kommen ggf. hinzu.

Ein weiterer Hinweis: Wer hilft, kann Geld sparen! Viele Kunden liefern ihre Fahrzeuge bereits entrostet, gereinigt, und demontiert an. Die wichtigsten Verkleidungen werden nach Absprache mit uns schon zu Hause abgebaut. So wird die Arbeitszeit bei uns in der Werkstatt verkürzt.

 

Möglichkeit 2: Unser „Volles Programm” für die maximale Lebenserwartung

Hier wird alles angeboten, was bei uns nach insgesamt über 30 Jahren Erfahrung entwickelt worden ist.

Zu der Entwicklungsgeschichte finden Sie bei uns auf der Internetseite einen sehr informativen Artikel. Er heißt “30 Jahre Rostjäger”. Die Formulierung kommt aus der Sendung „Stern TV“ mit Günther Jauch. Das Magazin hat über unseren Chef Gerd Cordes im Jahr 2006 einen Beitrag gedreht. In dem TV- Beitrag wurde auch die Herangehensweise und die Untersuchung mit Endoskopen vorgestellt.

Hier der Link.
http://www.timemax.de/30-jahre-rostjaeger-eine-echt-abgefahrene-geschichte

Auf Wunsch werden bei diesem Programm nicht nur viele Verkleidungen, sondern auch Dichtungen demontiert. Der genaue Umfang und die Einzelheiten werden bei der sogenannten „Ersten Diagnose“ zwischen dem Vorarbeiter und dem Kunden abgesprochen und schriftlich fixiert.
Abhängig vom Anspruch des Kunden werden die Roststellen am Wagen aufgeschliffen und je nach Kundenwunsch mehrfach unserer Reparaturfarbe TimeMAX PAINT REPAIR lackiert.

Der Zeitaufwand für eine Flächenschutzbehandlung am Unterboden (z. B. mit TimeMAX 300 WAX, COLOR, UBS Strong oder UBS Clear) ist u. a. wegen der Abklebearbeiten recht hoch.

Und warum das so ist, erfahren Sie jetzt: Unsere Materialien sind mit konventionellen Produkten nicht vergleichbar. Man kann sie nicht „einfach so“ mit einem Lappen abwischen. Die Produkte haben eine deutlich bessere Haltbarkeit und Haftung. Anders gesagt: Da, wo die Materialien aufgetragen wurden, da bleiben sie auch!

Bevor die Flächen, Leitungen und Achsen am Unterboden mit den Materialien behandelt werden, müssen deshalb stundenlang Abklebearbeiten durchgeführt werden. Alles, was nicht mit behandelt werden soll, muss mit Folie geschützt werden. Bremsteile, elektrische Schalter und Kunststoffe werden sogar komplett mit Folie einhüllt. Der Motorraum wird mit Schaumstoffblöcken ausgestopft, damit er vor Verunreinigungen geschützt ist. Erst dann wird der Wagen am Unterboden je nach Material, Zustand und Programm zwei oder dreimal behandelt. Nach Abschluss der Flächenbehandlung wird zum Schluss an den empfindlichen Stellen, wie z. B. an den Ecken, Kanten, Schweißnähten und an den überlappt liegenden Blechen noch eine sogenannte Kantenschutz-Behandlung mit unserem Rostschutz-Fett durchgeführt. Das Fett wird vor der Verarbeitung erhitzt und mit Pressluft aufgespritzt.
Für die ebenfalls mit Fett durchgeführte Hohlraumbehandlung müssen besonders im oberen Teil der Karosserie meist Verkleidungen demontiert werden. Bei vielen Fahrzeug-Modellen werden zusätzlich auch noch die Türdichtungen ausgebaut, um die dahinter liegenden U-Profile zu behandeln. Je nach Budget können bei dieser Variation dann auch alle bei der “Ersten Diagnose” entdeckten Schäden mit repariert werden.

Bei einem viertürigen großen PKW dauert eine solche Behandlung rund fünf bis sechs Arbeitstage. Fünf Arbeitstage entsprechen rund 3400 Euro netto. Hinzu kommen rund 800 Euro für die Rostschutzmaterialien und manchmal auch noch 200 oder 300 Euro netto für eine Unterbodenreinigung mit Reinigungschemie und heißem Wasser. Inklusive der Mehrwertsteuer entsteht hier dann ein Gesamtbetrag von rund 5350 Euro brutto. Strahlarbeiten mit Trockeneis und auch das Entrosten der Karosserie sind hier nicht mit aufgeführt.

Bei großen Geländewagen und bei Wohnmobilen dauern die Lebensverlängerungsmaßnahmen länger. Der Zeitaufwand hat aber nicht nur mit der Größe zu tun: Zum Einem haben diese Fahrzeuge häufig einen extra Rahmen, den es zu schützen gilt. Zum Anderen werden sie mit einer speziellen LKW-Bühne angehoben und dann von ihren Rädern befreit und auf Ständer gestellt.

Womo Stelzen 02 (Large)   WOMO STELZEN 03 (Large)
Große Fahrzeuge mit einem Rahmen, wie z. B. Wohnmobile und Geländewagen, werden mit sogenannten Radgreifern angehoben. Damit auch die Radhäuser gut erreichbar sind, wird das Fahrzeug dann an den dafür vorgesehenen Punkten am Rahmen aufgenommen und auf Stelzen gestellt. So kann jede Stelle am Unterboden gut erreicht werden.

 

Möglichkeit 3: Der “individuelle Mittelweg”

Zum Schluss rechnen wir meist noch eine Zwischenlösung aus. Was den Arbeitsaufwand und die Kosten angeht, ist dies dann ein Mittelweg. Einige Kunden entscheiden sich auch, die Arbeiten aufzuteilen. So wird häufig zuerst der Unterboden und nach einem Jahr Pause der Rest des Fahrzeuges in Angriff genommen und saniert. Obwohl nur der untere Teile des Fahrzeuges behandelt worden ist, bekommt der Kunde für sein Fahrzeug dennoch eine Fotodokumentation und das TimeMAX-Scheckheft für unser Nachsorgesystem. Damit beim zweiten Termin nichts vergessen werden kann, wird im Scheckheft vermerkt, welche Arbeiten bereits durchgeführt wurden.