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Eine der wichtigsten Attraktionen im Zoo Hannover ist die so genannte Yukon Bay. Mit riesigen Aufwand wurde im Zoo ein kleines Stück Alaska “nachgebaut”.

Die Idee der Planer, die Besucher in eine andere Welt zu entführen, ist absolut gelungen. Besonders beeindruckend: Der Zoobesucher kann “Unterwasser spazieren gehen”. Das Treiben der Fische und Pinguine kann durch große dicke Scheiben unterhalb der Wasserlinie hautnah mit erlebt werden.

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Linkes Bild: Auge in Auge mit kleinen und großen Fischen beim “Spaziergang unter Wasser”. Rechtes Bild: Auf einen Hinweisschild am Zaun des Zoos kann man erkennen, wie die Anlage normalerweise aussieht.

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So sieht die Anlage aus, wenn das Becken gefüllt ist.

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Bei Reparaturen muss das Wasser abgelassen werden.

Damit sich die Eisbären und die Pinguine in der Yukon Bay wohlfühlen, brauchen Sie “richtiges” Salzwasser. Da das aggressive Salzwasser an der Konstruktion schwere Rostschäden verursacht, ist der Wartungsaufwand für die Yukon Bay recht hoch.

Unser Arbeitsplatz: der historische MAN-Kran links neben dem Schiff.

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Der Kran ist gut erhalten. Weil unten keine Hohlräume vorhanden sind, sind die Rostschäden relativ gering.

Unsere Aufgabe hier in Hannover ist schwieriger: Es geht um den rot lackierten Kasten links neben dem Kran.

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Der Kasten ist rund 7 Meter lang. Von außen wurde er gerade frisch lackiert. Das Problem kommt aber wie so oft von innen.

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Der alte MAN-Kran, fotografiert aus der anderen Richtung. Wo jetzt bei der Aufnahme die Kamera stand, baden normalerweise die Eisbären! Sehen Sie den Bauzaun auf dem ersten Foto? Da oben ist es lebensgefährlich. Hinter dem Bauzaun ist der Eingang zur Eisbären-Höhle.

Der Bauleiter hat uns mehrfach davor gewarnt, den Tieren zu nahe zu kommen. Menschen steht auf der Speisekarte der Eisbären relativ weit oben! Zur Zeit sind die kuscheligen Pelztierchen eh nicht gut auf uns Menschen zu sprechen. Schon seit über einer Woche können sie wegen der Rostschäden nicht mehr baden gehen. Aus diesem Grund hört man aus ihrer Höhle öfter mal ein unentspanntes Knurren.
Erst wenn wir von TimeMAX fertig sind, dürfen die Eisbären wieder raus.

Grund genug für uns richtig Gas zu geben!

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Jetzt wissen wir, warum wir engagiert wurden. Durch die Öffnungen wird sichtbar, was das Salzwasser in den Hohlräumen angerichtet hat. Es ist wie bei alten Autos. Rost in Hohlräumen wird oft zu spät erkannt.

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Um Schäden dieser Art in den Griff zu kriegen, braucht man viel Erfahrung bei der Auswahl der Produkte.

Weil unser Rostschutz-Fett eine sehr gute Kriechfähigkeit hat, fiel die Wahl auf TimeMAX. Das Besondere: Unser Material bleibt da, wo es hin gehört. Auch bei Hitze im Sommer fließt es nicht, wie sonst bei Fetten oft üblich, in großen Mengen ab.

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So gut es ging, wurde der Blattrost abgeklopft und aus dem Hohlraum entfernt. Gute Dienste leistete auch unser Nass-Sauger.

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Stundenlang abklopfen und absaugen: Allein das Entrosten und die Reinigungsarbeiten haben einen Tag gedauert.

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Damit die restliche Feuchtigkeit entweicht, haben wir den Hohlraum anschließend vorsichtig erwärmt. Am zweiten Arbeitstag beginnt dann die eigentliche Rostschutz- Behandlung. 70 Liter Rostschutz-Fett wurden insgesamt verbraucht!

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Im unteren Bereich des Hohlraums, da wo sich der Blattrost gebildet hatte, wurde zuerst TimeMAX 1000 aufgebracht. Das Material ist besonders kriechfähig.

Das Fett wird den verbliebenen Rost relativ schnell durchdringen und unschädlich machen. Der Rest des Hohlraums wurde anschließend mit TimeMAX 2000 behandelt. Die Wirkungsweise ist recht einfach erklärt: Überall dort wo unser Spezial-Fett ist, kommen Wasser und Sauerstoff nicht mehr an den Stahl. Und ohne Sauerstoff gibt es ja bekanntlich auch keinen Rost!

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So sieht der 7 Meter lange Hohlraum jetzt überall von innen aus. 

Wie bei TimeMAX üblich, wurde die Arbeit aufwändig dokumentiert. Um die Schichtdicken zu kontrollieren, haben wir über 100 Fotos von allen Bereichen im Hohlraum gemacht.

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Das schnelle Arbeiten hat sich auch für die Eisbären und die Pinguine gelohnt. Schon ein paar Tage nach der TimeMAX-Behandlung konnten die Tiere endlich wieder baden gehen.

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