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La Gomera: Juhu, jetzt kommt das Lotterleben!

 
 
Wär`das nicht toll? Eine Insel finden, wo immer die Sonne scheint und wo es immer warm ist? Und hier dann einfach mal so ein Apartment oder ein kleines günstiges Häuschen kaufen?

Und das mit dem Bewittern der Bleche, unseren Job also, dass könnte man dann von hier aus vielleicht einfach so “nebenbei” mit machen. Das wär`s doch!

Vielleicht La Gomera? Die Kanaren-Insel, wo es angeblich keinen Stress, dafür dann aber viele lustige Hippies gibt?

Über die Insel hat unser Chef tolle Sachen gehört: Egal was man auch macht, Hauptsache man macht es langsam und tiefenentspannt. Und hübsche Hippiemädchen, die lustiges Kraut rauchen, soll es unten am Strand auch geben. Ach ja, wir müssten natürlich ab und zu auch mal aufstehen und nach unseren Blechen sehen. Total entschleunigt beim Rosten zugucken, das ist doch mal ein echt toller Plan für die Zukunft, oder was meinen Sie?

“Oh je, wenn das mal gut geht: Jetzt bloß nicht husten!“

     
“Verdammt: Die Hippiemädchen kriegen das angeblich doch auch hin!”

     
“Juhu: Jetzt kommt das Lotterleben, das dahinten auf der Insel wird bestimmt super!”

Angekommen auf den Kanarischen Inseln muss man für die Reise nach La Gomera erst einmal ein bisschen Schiff fahren. Vorne in Grün: La Gomera. Hinten im Dunst: Der schönste Busen Spaniens.

Doch schon einen durchgezogen? Nein, natürlich nicht: Trotz Nippel drauf, das Teil oben im Hintergrund, ist natürlich nur ein Vulkan. Der verdächtig geformte Berg heißt “Teide”. Er ist über 3700 Meter hoch und steht gegenüber auf der anderen Insel, auf Teneriffa.

     
Superflach und superschnell: Zwischen den Inseln gibt es einen Schiffsverkehr der besonderen Art.

     
Hightech: Auf die futuristischen Schiffe sind die Einheimischen echt stolz. Auf diesem Foto hier ist es die “Benchijigua Express”, eines der größten Mehr-Rumpfschiffe der Welt.

     
Nicht nur das Design, auch das Material ist etwas Besonderes: Der Rumpf und die Aufbauten sind nicht wie üblich aus Stahl, sondern aus Aluminium.

     
Tolle Eindrücke für uns, noch bevor wir da sind: Das Salzwasser und die ganzjährig hohen Temperaturen sind in Sachen Korrosion eindeutig Traumpartner.

Sogar Aluminium bröselt wegen der krassen Belastung einfach weg. Erster Test bestanden, toll hier!

Angekommen auch auf der Insel geht ähnlich großartig weiter. Besonders unten in Wassernähe sehen wir bei den Autos heftigen Rost!

     
Alles richtig gemacht, meint unser Chef: Für das, was wir vorhaben, sind wir hier genau richtig!

Ankunft im berühmten “Valle Gran Rey”, im “Valle”, wie die Deutschen es nennen. Erinnert alles ein bisschen an Kalifornien und an die Täler rund um Hollywood. Fast wie in den Filmen aus der Traumfabrik: Berge, Palmen und vor den Villen am Straßenrand schöne alte Autos.

     
Leider erinnern auch die Reparaturen ein wenig an Kalifornien: Spachteln ist, so wie es aussieht, eindeutig beliebter als Schweißen!

Das berühmte Tal von oben. Angeblich eine der schönsten Gegenden auf den Kanarischen Inseln. Endlich sind wir da, wo wir schon lange hin wollten!

     
Nix da Massentourismus: Erst ganz unten im Valle Gran Rey sieht man ein paar Hotels. “Na liebe Leser, was meinen Sie? Ist das hier vielleicht wirklich das Paradies?”

Einer der berühmtesten Strände von der ganzen Inselgruppe: Bekannt geworden als Traumziel für genusssüchtige Freaks aus ganz Europa.

Unten am schwarzen Strand konnte man sie früher angeblich in großer Zahl treffen: Die langhaarigen Tagträumer aus Deutschland und die Blumenkinder mit den riesigen Joints. Ist das immer noch so?

Das hellblaue Gebäude ist hier auf der Insel ein wichtiger Treffpunkt: Die “Bar Maria”! Eine der berühmtesten Bars auf dem ganzen Archipel.

Etwas näher dran am Geschehen gibt es dann aber eine erste Enttäuschung. Das Tal, die Bucht und der Strand sind zwar immer noch schön, die Bar Maria hat aber schon lange zu. Geschlossen, einfach so! Und die lächelnden Hippiemädchen unten am Strand suchen wir auch vergeblich.

Erster Eindruck: Irgendwie ist es anders als erwartet. Sind die jungen Abenteurer weggezogen? Oder bemüht sich die Inselregierung etwa aktiv um ein anderes Image? Wurden die Blumenkinder vielleicht sogar von der Polizei verjagt?

     
Immerhin: Das abgedrehte Magazin für die abgedrehte Insel gibt es immer noch. “Valle-Bote” heißt die Zeitschrift. Lesen Sie bitte das Kleingedruckte.

Das fast schon berühmte Satiremagazin ist weit über die Grenzen der Insel hinaus bekannt. Die Zeitschrift hat auch in Deutschland eine richtige Fangemeinde. Die meisten der Abonnenten sind natürlich ehemalige Urlauber. Über den Valle-Boten bekommen sie den Inselwahnsinn immer aktuell nach Hause geliefert.

Wollen Sie wissen, was mit dem schönen Wort “Inselwahnsinn” gemeint ist? Hier bekommen Sie einen Eindruck:

www.vallebote.de

     
Letzter Abend am Strand, kurz vor Sonnenuntergang. Auch hier, wo früher direkt vor Maria´s Bar jeden Abend Party war, ist es ruhiger geworden. Junge Menschen, die im Kreis sitzen und die Welt verändern wollen? Fehlanzeige!

Und das mit den Hippiemädchen und den Joints fällt leider komplett ins Wasser. Vielleicht ein bisschen schade für unseren Chef, auf jeden Fall aber gut für unsere Firma. Wer braucht schon einen Geschäftsführer, der verwirrt unter einer Palme hockt und sich einfach mal weigert zurück nach Hause zu fliegen?

Nach ein paar Tagen verlassen wir das “Tal des großen Königs”, das “Tal der Beknackten”, wie es der Valle-Bote durchaus selbstkritisch immer wieder schreibt. Unser Eindruck: Ein kleines bisschen vom besonderen Geist der Blumenkinder ist zwar immer noch da, aber irgendwie haben wir uns das hier ganz anders vorgestellt.

Außerdem haben wir noch einen Verdacht: Waren die paar wenigen Hippies, die wir hier getroffen haben vielleicht auch schon in den 80er Jahren hier? Mit anderen Worten: Sind das dieselben? Sind die einfach hier geblieben? Was ist mit dem Nachwuchs, was ist mit den echten Blumenkindern?

Vielleicht fliegen die heutzutage dann doch lieber einfach nach Thailand.

Unseren Plan, im “Valle” ein Plätzchen für unsere Tests zu finden, geben wir also erst einmal auf.

     
Sobald wir das berühmte Tal verlassen, ist die Welt noch so, wie sie hier auf der Insel immer schon war: …

     
…Palmen, Ziegen und Schafe. Und natürlich ganz viel Ruhe und Beschaulichkeit.

Nix da Lotterleben auf La Gomera. Leicht entzaubert geht es zurück auf die Fähre. Auf nach Teneriffa, hier wollen wir weitermachen!

Weiterlesen: Teneriffa: Aller Anfang ist Schmerz

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